Berlin, VEB Funkwerk Köpenick
Wendenschloßstraße 142, BHKW Köpenick, 12557 Berlin, Deutschland
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Arbeiteraufstand in Berlin

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Lothar Szielasko macht als Jugendlicher eine Ausbildung im Funkwerk Köpenick. Am 17. Juni 1953 trifft er an seinem Arbeitsplatz ein und stellt fest, dass der Betrieb still liegt. Die Arbeiter der DDR streiken. Auch Lothar Szielasko weigert sich, zunächst als Einziger seines Jahrganges, den Anweisungen seines Ausbildungsleiters Folge zu leisten. Er verlässt das Funkwerk und begibt sich nach Hause. Später am Tag kehrt er an seinen Arbeitsplatz zurück und trifft dort auf die anderen Auszubildenden, die nun doch gehen dürfen. Lothar Szielasko gerät unfreiwillig in den Demonstrationszug der Arbeiter und wird von einem Soldaten der russischen Armee, die den Befehl haben den Streik aufzulösen, mit einem Gewehr bedroht. Er geht unbeschadet aus der Situation heraus und kehrt am nächsten Tag wieder an seinen Arbeitsplatz im Funkwerk Köpenick zurück.

Lothar Szielasko

Lothar Szielasko

Erweiterte Info zum 17. Juni 1953: Am 17. Juni 1953 kommt es in der DDR zu Protesten gegen das Gesetz zur Erhöhung der Arbeitsnormen. Die Arbeiter streiken gegen längere Arbeitszeiten ohne Lohnerhöhung. Bereits am 15. Und 16. Juni kommt es zur Niederlegung der Arbeit auf manchen Großbaustellen in Ost-Berlin. Die Arbeiter rufen zu einem Generalstreik am 17. Juni auf. An den Demonstrationen beteiligen sich in der DDR mehr als eine halbe Millionen Menschen. Die Demonstration wird in Berlin von den Panzern des sowjetischen Militärs sowie von der Volkspolizei mit Waffengewalt niedergeschlagen.

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Das Funkwerk Köpenick war ein in Ost-Berlin ansässiger Betrieb, der sich auf Nachrichtenelektronik spezialisiert hatte.

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Lothar Szielasko
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