Grenzübergang Finsterau / Bučina
St2127, 94078 Mauther Forst, Deutschland
  • Geschichte
  • Ort

Ein Bier aus Böhmen

Erreichbar in: English | Deutsch

Am Abend der Öffnung der Grenze zwischen der Tschechoslowakei und Bayern saß Helmut Haselberger zuhause in seinem Wohnzimmer. Plötzlich kam sein Sohn rein und fragte ihn, ob er ein tschechisches Bier möchte. Haselberger wunderte sich und fragte: „Wo hoast dann jetzt a tschechisches Bier her?“ Sein Sohn war am Grenzübergang Finsterau / Bučina von tschechischen Jugendlichen eingeladen worden. Er begleitete sie ins nahe Kvildá und brachte so seinem Vater ein erstes Bier nach der Öffnung der bayerisch-tschechoslowakischen Grenze mit.

Helmut Haselberger

Helmut Haselberger

Helmut Haselberger wurde 1942 in Finsterau geboren, wo er bis heute lebt. Haselbergers Familie väterlicherseits stammt aus Hüttl / Chalupky auf der böhmischen Seite der wenige Kilometer entfernten Grenze. Sein Vater heiratete noch vor Kriegsende in eine Finsterauer Familie ein. Für Haselberger war zur Zeit des Kalten Krieges in Finsterau die Welt zu Ende. Von dort konnte man nur in eine Richtung fahren, nach Westen.

Grenzübergang Finsterau / Bučina

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Finsterau ist ein kleines Dorf im Bayerischen Wald in der Gemeinde Mauth. Bučina befindet sich fünf Kilometer entfernt, auf der böhmischen Seite der Grenze. Der Ort war vor 1946 deutsch besiedelt und ist heute eine Wüstung; die Gebäude wurde wegen der Errichtung des Grenzsperrgebietes 1956 abgerissen. Die Grenze wird an dieser Stelle von einem Bach markiert. Grenzübergang Finsterau / Bučina ist ein "grüner" Grenzübergang, der nur von Fußgängern und Fahrradfahrern passiert werden darf.

Grenzübergang Finsterau / Bučina

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Ein Bier aus Böhmen

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Helmut Haselberger
Erste Begegnung mit Grenzbeamten

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Helmut Haselberger
Mutprobe Grenzüberquerung

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